Der Schweizer Padel-Sport steckt in einem Verbandsstreit, der die Herren-Nationalmannschaft die WM-Qualifikation kostet und Fördergelder blockiert. Swiss Padel und Swiss Tennis streiten um Zuständigkeit, Geld und Lizenzen.
Die Boom-Sportart Padel wächst rasant, doch in der Schweiz lähmt ein Konflikt zwischen zwei Verbänden die Entwicklung. Betroffen sind Athleten, Klubs und die olympischen Perspektiven.
Hintergrund des Konflikts
Seit 2006 leistet Swiss Padel Pionierarbeit. 2023 nahm Swiss Tennis die Trendsportart in seine Statuten auf und baute parallel eigene Strukturen auf, wie Blick.ch berichtet. Präsident Rico Jacober wirft dem Tennisverband Vertrauensbruch vor.
Matthieu Amgwerd, heute Padel-Verantwortlicher bei Swiss Tennis, war zuvor bei Swiss Padel angestellt. Jacober kritisiert den Seitenwechsel scharf.
Finanzielle Dimension
Swiss Tennis budgetiert zwei Millionen Franken über vier Jahre für Personal, Kurse und Turniere. Ein Übernahmeangebot von 80'000 Franken lehnte Swiss Padel ab.
Jacober forderte 488'000 Franken für Markenrechte und Lizenzen. Die Verhandlungen scheiterten.
Nationalmannschaft gesperrt
Die Schweizer Herren-Nati verpasst die WM-Qualifikation. Jacober begründet die Nichtmeldung mit disziplinarischen Gründen. Spieler wie Till Gygax weisen die Vorwürfe entschieden zurück und beklauen fehlenden Dialog.
Swiss Olympic räumt Formfehler ein
Der Dachverband bestätigte, dass Swiss Tennis die Statutenanpassung verspätet meldete. Eine Vermittlerrolle bleibt bestehen.
Fazit
Während international Verbände kooperieren, blockiert sich die Schweiz selbst. Der Sport trägt die Hauptlast des Machtkampfs.
FAQ
Was ist Padel?
Eine Mischung aus Tennis und Squash, die in der Schweiz am schnellsten wächst.
Warum verpasst die Schweiz die WM?
Swiss Padel meldete die Spieler nicht zur Qualifikation an.
