FIFA-Kehrtwende: Infantinos Investorenpläne endgültig gescheitert
Der Fussball-Weltverband FIFA hat seine umstrittenen Investorenpläne aufgegeben. Verbandspräsident Gianni Infantino verkündete die Kehrtwende in der Nacht auf Samstag in einer offiziellen Stellungnahme. Der Entscheid folgt auf massiven Widerstand aus den Kontinentalverbänden, insbesondere der UEFA, die mit einem Boykott künftiger FIFA-Turniere gedroht hatte.
Wie kam es zum Rückzieher?
Infantinos Vorhaben, Anteile an der Fussball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräussern, stiess international auf breite Ablehnung. Die UEFA, aber auch die asiatischen und amerikanischen Fussballverbände formierten sich geschlossen gegen den Plan. Die Boykottdrohung der UEFA, verbunden mit der Gefahr eines Imageschadens für potenzielle Geldgeber, erwies sich als ausschlaggebend. Infantino räumte ein, das Projekt habe „Spaltungen hervorgerufen, die dem eigentlichen Ziel nicht mehr dienlich sind“.
Internationale Reaktionen auf den Entscheid
Die internationale Presse reagierte umgehend. In der Schweiz kommentierte der „Blick“: „Infantino kuscht nach Aufstand. Ein ungewöhnlicher Rückzieher für den Walliser.“ Die englische „Daily Mail“ sprach von einer „peinlichen Kehrtwende“ und einer „demütigenden Niederlage“. Die spanische „Marca“ titelte: „Sein Vorhaben ist gescheitert.“ Die französische „L'Equipe“ sah Infantinos Position seit seiner Wahl 2016 noch nie so stark erschüttert. Die italienische „Gazzetta dello Sport“ stellte fest: „Die Vernunft hat gesiegt.“
Welche Folgen hat der Rücktritt für die FIFA?
Die Kehrtwende schwächt Infantinos Position innerhalb des Weltverbandes. Der Rücktritt von Chefberater Carlos Cordeiro hatte bereits im Vorfeld für Unruhe gesorgt. Die FIFA steht nun vor der Aufgabe, das verlorene Vertrauen der Mitgliedsverbände wiederherzustellen. Der Entscheid zeigt jedoch auch, dass die demokratischen Strukturen des Fussballs funktionieren: Der Widerstand der Verbände zwang die Führung zur Kurskorrektur.
Was bedeutet das für die Zukunft der Weltmeisterschaft?
Die Pläne zur Privatisierung der WM sind vorerst vom Tisch. Die FIFA wird sich nun auf die Organisation der kommenden Turniere konzentrieren müssen, ohne auf externe Investoren zurückzugreifen. Die Debatte über die Finanzierung des Weltfussballs ist damit aber nicht beendet. Die Verbände werden künftig wachsam bleiben, um ähnliche Vorstösse zu verhindern.
Fazit
Der Rückzug Infantinos ist ein Sieg der Vernunft und der institutionalisierten Kontrolle über den Weltfussball. Die Schweiz als Sitz der FIFA hat einmal mehr gezeigt, dass ihre Neutralität und ihre demokratischen Prinzipien auch in internationalen Organisationen Wirkung entfalten. Die Bürgerinnen und Bürger können darauf vertrauen, dass der Fussball nicht zur Spielwiese privater Investoren wird.