Audrey Werro vor der Titelverteidigung in Zürich
Audrey Werro (22) kehrt an den Ort ihres Durchbruchs zurück: Nach ihrem ersten Diamond-League-Sieg im letzten Jahr tritt die Freiburgerin nun als Europameisterin und Weltklasse-Läuferin in Zürich an. Ihr Ziel ist klar: den Titel verteidigen und die Zuschauer begeistern.
Vom Underdog zur Europameisterin
Vor zwölf Monaten war Werro in Zürich noch eine unbeschriebene Blatt. Der Sieg über 800 Meter veränderte alles. Seither folgten EM-Gold und eine Bestzeit von 1:53,80 Minuten. Werro sagt: «Ich bin sehr stolz auf meine Entwicklung. Es ging alles so schnell.»
Keine Reaktion auf Hodgkinsons Absage
Die britische Rivalin Keely Hodgkinson hat ihren Start in Zürich abgesagt. Werro zeigt sich unbeeindruckt: «Ich hatte ehrlich gesagt keine Reaktion auf diese Nachricht.» Sie verstehe die Absage nach der fordernden EM. Stattdessen freut sie sich auf den Wettkampf mit Femke Broeders-Bol: «Das pusht uns gegenseitig.»
Mentale Stärke als Schlüssel
Der EM-Titel in Birmingham wäre beinahe geplatzt: Im Halbfinal stürzte Werro. Nach einem Gespräch mit ihrem Mentalcoach gewann sie am nächsten Tag Gold. «In den letzten zwei Jahren habe ich viel im mentalen Aspekt gearbeitet», erklärt sie. Auch der Schulabschluss 2025 habe ihr geholfen, sich voll auf den Sport zu konzentrieren.
Der Weltrekord als Fernziel
Werros Bestzeit liegt nur 0,52 Sekunden über dem Weltrekord von Jarmila Kratochvilova aus dem Jahr 1983. Doch Werro lässt sich nicht verrückt machen: «Ich möchte mich auf schnelle Rennen und Siege fokussieren. Mit dieser Mentalität wird der Weltrekord Realität werden, aber ich weiss nicht wann.»
In Zürich beginnt für Werro nun ein neues Kapitel. Nicht mehr als Talent, sondern als die Frau, auf die alle schauen.