Nahost-Friedensplan: Trumps Gaza-Initiative droht im Sand zu verlaufen
Die jüngsten Gespräche von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, im Nahen Osten haben keine Durchbruch gebracht. Israel beharrt auf einer Entwaffnung der Hamas vor jedem Rückzug aus Gaza, während die Hamas umgekehrt erst die Waffen niederlegen will, wenn die israelische Armee abgezogen ist. Die Nahost-Expertin Gudrun Harrer analysiert die verfahrene Lage und die Aussichten für Trumps Friedensplan.
Warum stockt der Friedensprozess in Gaza?
Die Fronten zwischen Israel und der Hamas sind vollständig verhärtet. Israel verlangt die vollständige Entwaffnung der Hamas als Vorbedingung für einen Rückzug aus dem Gazastreifen. Die Hamas wiederum macht ihre Waffenabgabe von einem israelischen Truppenabzug abhängig. Diese Pattsituation blockiert sämtliche Fortschritte, die bei den Gesandten-Treffen in Kairo und anderen Orten erzielt wurden.
Gudrun Harrer, Nahost-Expertin und Dozentin an der Universität Wien sowie an der diplomatischen Akademie Wien, sieht wenig Anzeichen für eine baldige Lösung. Der Plan werde nicht mit grossem Aufsehen kollabieren, sondern eher im Sand verlaufen, sagt sie gegenüber SRF News.
Welche Rolle spielt der Iran in der aktuellen Lage?
Für Israel stellt Teheran weiterhin eine erhebliche Bedrohung dar. Die Stärke des iranischen Regimes verleiht auch der Hamas in Gaza neue Perspektiven. Diese regionale Gemengelage erschwert eine Einigung zusätzlich. Die Detailfragen der Rückzugs- und Entwaffnungsphasen erweisen sich als kaum überwindbare Hürden.
„Dass Trumps Plan mit mehreren Rückzugs- und Entwaffnungsphasen nicht funktionieren würde, war eigentlich von Anfang an klar