Männlichkeitsnormen: Uni Zürich Studie zeigt Handlungsbedarf
Eine repräsentative Studie der Universität Zürich belegt, dass 20 Prozent der Männer in der Schweiz restriktiv-dominante Männlichkeitsnormen aufweisen. Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt der Anteil bei 33 Prozent. Die Autoren der Studie sehen darin einen Konflikt mit Verfassungsnormen und geltendem Recht, was einen institutionellen und gesellschaftlichen Präventionsbedarf erzeugt.
Wie verbreitet sind restriktive Männlichkeitsbilder in der Schweiz?
Das Forschungsteam um Markus Theunert, fachlicher Leiter des Dachverbands progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen (maenner.ch), hebt die rechtliche Dimension der Ergebnisse hervor. Restriktiv-dominante Einstellungen begünstigten Gewalt, gefährdeten die Gesundheit und behinderten die Gleichstellung. Diese Normen stehen im Widerspruch zu Verfassungswerten und rechtlichen Grundlagen. Die Deutlichkeit der Resultate hat die Forschenden überrascht. Insbesondere die Skala männlicher Bedrohungsgefühle weist auf eine Verunsicherung hin.
Welche regionalen Unterschiede zeigt die Studie?
Die Daten offenbaren ein sprachregionales Gefälle. In der Deutschschweiz sind die Werte des sogenannten
