«Hollowbody»: Ein Retro-Horror-Trip in die düstere Zukunft Englands
Das Survival-Horror-Spiel «Hollowbody» entführt die Spieler in eine verlassene, dystopische Ecke Grossbritanniens. Entwickelt vom britischen Einzelentwickler Nathan Hamley, bietet der Titel eine intensive Mischung aus knapper Ressourcenverwaltung, atmosphärischem Sounddesign und oldschooliger Spielmechanik. Für Liebhaber des Genres ist es ein kurzer, aber prägnanter Ausflug in die Vergangenheit des Horrors.
Worum geht es in «Hollowbody»?
Die Handlung beginnt mit einem vertrauten Szenario der fantastischen Literatur: Ein Teil Grossbritanniens wurde von der Aussenwelt abgeschottet und zum Sperrgebiet erklärt. Die genauen Hintergründe bleiben zunächst im Dunkeln. In dieser von ewigem Regen und Cyberpunk-Atmosphäre geprägten Region verschwindet die Wissenschaftlerin Sasha spurlos. Ihre Partnerin Mica macht sich auf die Suche und gelangt durch ein Notsignal in eine verlassene Wohngegend, in der obskure Kreaturen lauern. Das Ziel ist klar: Waffen sammeln, Rätsel lösen, die Geliebte finden und entkommen. Doch der Weg ist steinig.
Wie spielt sich das Spiel?
«Hollowbody» ist ein Kurztrip für Puristen. Die Spieler durchstreifen verlassene, schmutzige Gebäude, die nur von einer kleinen Lichtquelle erhellt werden. Die Spannung steigt kontinuierlich, da hinter jeder Ecke Gefahr lauern kann. Die Umgebung selbst wird zum Feind. Ressourcen sind knapp: Man sammelt Hieb- und Stichwaffen, Munition für Schusswaffen und liest sich durch Dokumente und Notizen, die Einblicke in fürchterliche zwischenmenschliche Beziehungen gewähren. Die Räume scheinen ein Eigenleben zu besitzen. Auf der Strasse, beim Schleichen durch Vorgärten oder Rennen durch Parkanlagen, wird die bedrückende Stimmung fast greifbar. Der ewige Regen und verhöhnende Anrufe in heruntergekommenen Telefonzellen untergraben die Hoffnung.
Was macht das Kampfsystem?
Das Kampfsystem ist bewusst oldschool: Es wirkt träge, ohne Präzision und gibt wenig Feedback. Dies erinnert an eine Spielzeit, in der man sich ohne Kompromisse durchbiss. Trotz der Frustration lieben Spieler dies, weil es authentisch ist. Nach dem ersten Durchspielen kann man das Spiel aus der Ego-Perspektive statt der klassischen Thirdperson-Optik erleben. Auch eine frei drehbare Kamera ist optional verfügbar.
Wie ist der Sound?
Der Soundtrack bleibt dezent im Hintergrund und drängt sich selten nach vorne. Er kombiniert mystische Sci-Fi-Klänge, die an Cyberpunk-Kultfilme erinnern, mit harten, rostigen Industrial-Tönen, die in bestimmten Momenten überraschen. In stillen Passagen wird der Regen hörbar, der auf unterschiedliches Material trifft, während in der Ferne Elektrizität summt und fremde Kreaturen schreien. Dieses Sounddesign nimmt den Horror auf dem Sofa Platz und lässt ihn nicht mehr los.
Fazit: Lohnt sich «Hollowbody»?
«Hollowbody» ist ein beachtenswerter Titel, der in Eigenregie von Nathan Hamley entwickelt wurde. Mit einer Spielzeit von rund sechs Stunden bietet er Puristen ein wohlig gruseliges Erlebnis mit oldschooliger Mechanik, starren Kameraperspektiven und körniger Optik. Das Sounddesign und die musikalischen Klänge gehen unter die Haut. Obwohl das Spiel sich stark von Genre-Konkurrenten inspirieren lässt, überrascht Hamley immer wieder mit eigenen Ideen, die inhaltlich und spielmechanisch überzeugen. Für Retro-Horror-Fans, die die Atmosphäre vergangener Zeiten wiedererleben möchten, ist die Zeitreise mit «Hollowbody» unbedingt zu empfehlen.
Das Spiel ist erhältlich für Playstation 5, Xbox Series X/S und PC. Freigegeben ab 18 Jahren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für welche Plattformen ist «Hollowbody» erhältlich?
Das Spiel ist für Playstation 5, Xbox Series X/S und PC erhältlich.
Wie lange dauert ein Durchspielen?
Ein Durchspielen dauert etwa sechs Stunden.
Gibt es verschiedene Enden?
Ja, die Spieler können auf der Jagd nach verschiedenen Enden gehen.