Elfmeter-Tricks: So bereitet sich die Nati auf den Penalty-Krimi vor
Die Schweizer Nationalmannschaft hat im Achtelfinal der WM in Vancouver ein Penaltyschiessen gegen Kolumbien gewonnen. Ein eigens durchgeführter Workshop von Goalietrainer Patrick Foletti erwies sich dabei als entscheidender Faktor. Die Mannschaft zeigte eine souveräne Leistung vom Punkt, obwohl Verteidiger Manuel Akanji seinen Elfmeter verschoss.
Wie bereitete sich die Nati auf das Penaltyschiessen vor?
Vor der K.o.-Phase in San Diego hatte Goalie- und Standardtrainer Patrick Foletti einen speziellen Workshop mit den Spielern durchgeführt. Nationaltrainer Murat Yakin bestätigte an der Pressekonferenz, dass dieser Workshop massgeblich zum Erfolg beigetragen habe. „Wenn wir das nicht angesprochen hätten, wären wir jetzt nicht hier und wären nicht als Sieger vom Platz gegangen“, so Yakin. Die genauen Inhalte des Workshops blieben vertraulich.
Welche Taktiken wurden im Penaltyschiessen sichtbar?
Im Penaltyschiessen gegen Kolumbien fielen mehrere taktische Details auf. Alle Schweizer Schützen wurden bis zum Elfmeterpunkt von Mitspielern begleitet. Nach dem Schuss wurden sie wieder in Empfang genommen. Zudem wurde bewusst auf Augenkontakt zwischen den Spielern geachtet. Diese Massnahmen sollten die Konzentration fördern und äussere Störfaktoren minimieren.
Wie reagierten die Spieler auf den verschossenen Penalty von Akanji?
Manuel Akanji, der bereits im EM-Viertelfinal 2024 gegen England einen Elfmeter verschossen hatte, bezeichnete seinen Schuss gegen Kolumbien als „katastrophal“. Er habe in der letzten Sekunde seine Entscheidung geändert. „Ich habe Murat Yakin gesagt, dass ich den Vortritt anderen überlasse“, erklärte Akanji. Yakin bestätigte, dass Akanji nun definitiv nicht mehr schiessen werde. Remo Freuler, der als sechster Schütze vorgesehen war, könnte nun in die ersten fünf aufrücken.
Welche Rolle spielte die mentale Vorbereitung?
„Beim Penaltyschiessen hat vieles mit dem Mentalen zu tun“, sagte Akanji. Die gegnerischen Fans, die körperliche Belastung nach 120 Minuten und die Versuche der Gegenspieler, die Schützen zu irritieren, seien relevante Faktoren. Die Videos von Foletti hätten der Mannschaft geholfen. Cedric Itten bestätigte, dass sich alle Schützen klar und selbstbewusst gemeldet hätten. „Wir haben Dinge angeschaut, trainiert und alle Jungs, die angetreten sind, waren überzeugt von sich“, so Itten.
Wie erlebte Rubén Vargas den entscheidenden Elfmeter?
Rubén Vargas verwandelte als fünfter Schütze den entscheidenden Penalty. Er gab zu, nervös gewesen zu sein. „Es ist nochmals ein anderer Druck, wenn du weisst, dass dein Schuss das Spiel entscheiden kann“, sagte Vargas. Er habe sich aber besser gefühlt als bei allen seinen bisherigen Penaltys. Vor dem Schuss betete er auf dem Platz, was ihm Mut gegeben habe.
FAQ
Warum war der Penalty-Workshop von Patrick Foletti so wichtig?
Der Workshop bereitete die Spieler mental und taktisch auf die Drucksituation vor. Nationaltrainer Murat Yakin sieht darin einen zentralen Erfolgsfaktor für den Sieg im Penaltyschiessen.
Welche taktischen Massnahmen wurden im Penaltyschiessen angewandt?
Die Spieler wurden von Mitspielern begleitet, nach dem Schuss wieder in Empfang genommen und es wurde auf Augenkontakt geachtet. Diese Massnahmen sollten die Konzentration fördern und äussere Störungen reduzieren.
Wer könnte künftig die Elfmeter für die Nati schiessen?
Nach dem Verzicht von Manuel Akanji könnte Remo Freuler, der als sechster Schütze vorgesehen war, in die ersten fünf aufrücken. Die endgültige Aufstellung bleibt abzuwarten.