PCB-Sanierung im Nationalpark: Einzigartige Baustelle am Spöl
Im Schweizerischen Nationalpark läuft derzeit eine beispiellose Sanierungsmassnahme. Bagger und Baulärm stören die sonst unberührte Natur am Fluss Spöl, wo vor zehn Jahren giftige Chemikalien ins Wasser gelangten. Ziel ist es, das Bachbett von PCB zu befreien und den Fluss in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.
Wie kam es zur Verschmutzung?
Bei Bauarbeiten an der Staumauer Punt dal Gall am Livigno-See im Kanton Graubünden gelangte 2016 der giftige Stoff PCB (polychlorierte Biphenyle) ins Gewässer. PCB wurde 1986 in der Schweiz verboten, kommt aber noch immer in der Umwelt vor. Damals wurde ein Rostschutzanstrich gestrahlt, wobei die Chemikalie in den Spöl gelangte und etwa fünf Kilometer des