Am 3. November werden in den Vereinigten Staaten alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze neu vergeben. Zwischenwahlen gelten traditionell als Denkzettel für den amtierenden Präsidenten; in den vergangenen fünf Wahlgängen wechselte jeweils mindestens eine Kongresskammer die politische Mehrheit. Der Ausgang ist jedoch nicht nur für die USA von Bedeutung, sondern auch für die Schweiz.
Warum die US-Wahlen die Schweizer Wirtschaft direkt betreffen
Die Vereinigten Staaten gehören zu den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz. Der bilaterale Waren- und Dienstleistungshandel erreichte im Jahr 2025 insgesamt rund 293 Milliarden Dollar. US-Zölle beeinflussen die Schweizer Exportwirtschaft, die amerikanische Finanzpolitik wirkt auf die weltweiten Zinsen, und der Dollarkurs bestimmt die Erträge von Unternehmen und Anlegern.
Drei Szenarien für die Handelspolitik
Für die Schweiz dürfte sich der Wahlausgang vor allem über die Handelspolitik bemerkbar machen. Santosh Brivio, Ökonom der Migros Bank, hält fest: „Zölle sind schliesslich keine Postkarten mit freundlichen Grüssen.
