Tigers-Fans senden bewegende Botschaft an Todd Elik
Die Anhänger der SCL Tigers haben ihrer Legende Todd Elik eine berührende Botschaft zukommen lassen. Auf einer Banderole in der Ilfis-Halle stand: „Keep on fighting Todd! #12“. Der 60-jährige Kanadier, der im Februar die Diagnose Darmkrebs erhielt, zeigte sich zuversichtlich. Gegenüber dem „Tages-Anzeiger“ sagte er: „Der Tumor hat sich um mehr als 50 Prozent verkleinert. Manchmal bin ich etwas müde. Aber sonst hat sich nichts verändert.“ Elik räumte ein, zu lange gezögert zu haben: „Ich hätte mich drei Monate früher untersuchen lassen sollen, aber als Eishockeyspieler versuchen wir, hart im Nehmen zu sein. Du redest dir ein, dass nichts sei. Und dann – bumm.“
Dok-Film über Fribourgs Meistertitel
Der erste Meistertitel von Fribourg-Gottéron hat einen ganzen Kanton Ende April in Ekstase versetzt. Mysports hat diesem emotionalen Triumph einen Dokumentarfilm gewidmet. Unter dem Titel „Rönnberg/Zenhäusern – Glaube ans Undenkbare“ beleuchtet Filmemacher Florian Zutt die Erfolgsreise. Im Zentrum stehen Sportchef Gerd Zenhäusern und Trainer Roger Rönnberg. Ein zentrales Kapitel nehmen die Reibungen innerhalb des Teams ein. Assistenztrainer Lars Leuenberger verrät: „Ja, es hat gerumpelt.“ Stürmer Samuel Walser sagt über den Meistercoach: „Er regt manchmal auf.“ Der Film feierte am Dienstagabend Premiere und ist ab Donnerstag auf Blick+ verfügbar.
ZSC Lions bleiben ungeschlagen
Die ZSC Lions bleiben durch ihren 4:2-Sieg gegen Ajoie das einzige Team ohne Verlustpunkt. Simon Knak traf auch im vierten Spiel, doch sein Tor wurde nach einer erfolgreichen Coaches Challenge der Jurassier wegen Abseits von Sven Andrighetto annulliert. Dafür bereitete Knak das entscheidende 3:1 von Denis Malgin vor. Kurz zuvor sorgte Malgin für eine kuriose Szene: Sein Stock brach, und der junge Verteidiger Nino Niedermann (21) reichte ihm selbstlos seinen. Nach einem Puckkontakt liess sich Malgin auswechseln und gab Niedermann den Stock mit einem Lachen zurück – die Schaufel war auf die falsche Seite gebogen. Malgin ist Rechtsschütze, Niedermann Linksschütze.
Davos bangt um Simon Ryfors
Kurz vor 23 Uhr humpelte HCD-Topskorer Simon Ryfors an Krücken aus dem Stadion. Ein MRI wird zeigen, wie schwer er sich bei der Charge von Fribourgs Marcus Sörensen in Bandennähe am Knie verletzt hat. Bereits vor der Partie hatten die Davoser mit dem slowakischen Verteidiger Martin Gernat (33, ex Lausanne, letzte Saison Jaroslawl) einen zusätzlichen Ausländer verpflichtet.
Auch nach seinem zweiten Saisontreffer zeigte HCD-Stürmer Brandan Lemieux Richtung Himmel. Bei jedem seiner Tore gedenkt er seines Vaters und Ex-NHL-Stars Claude Lemieux (†60), der sich Ende Mai das Leben genommen hatte.
SC Bern ohne Baumgartner
Beim 4:1-Sieg in Kloten spielte beim SC Bern Marco Müller im Sturm mit Dario Rohrbach und Marco Lehmann. Deren Standard-Center Benjamin Baumgartner fehlt aufgrund einer Oberkörperverletzung. Gemäss „Berner Zeitung“ muss der Österreicher mit Schweizer Lizenz vier Wochen pausieren. Bereits letzte Saison hatte er die Hälfte der Spiele verletzt verpasst.
Vinzenz Rohrer führt Skorerliste an
Obwohl er ein Spiel weniger auf dem Konto hat als die meisten seiner Konkurrenten, führt der neue EVZ-Stürmer Vinzenz Rohrer (22) die Skorerliste an. In seinen ersten drei Spielen hat er acht Punkte gebucht. Zur Erinnerung: Letzte Saison kam der Österreicher mit Schweizer Lizenz bei den ZSC Lions in 41 Spielen nur auf 12 Punkte.
Ambri überrascht auf Platz zwei
Dass die ZSC Lions mit dem Punktemaximum von der Tabellenspitze grüssen, dürfte wenige überraschen. Doch wer ist Zweiter? Ambri! Die Tessiner, die in der Saisonprognose auf Platz 14 gesetzt worden waren, haben bereits drei Siege auf dem Konto. Dabei hatte man für diese Saison die „stabilizzazione“ (Stabilisierung) ausgerufen und das Budget reduziert. Mit André Heim (zu Servette) hat diese Woche nach Manix Landry und Miles Müller (beide Lausanne) der dritte Spieler seine Zukunft ab nächster Saison bei einem anderen Team fixiert. Die Moral im Team von Jussi Tapola ist dennoch ungebrochen.
Davos in der Findungsphase
Auf der anderen Seite des Überraschungsspektrums befindet sich Vizemeister Davos: Platz 13. „Es war eine Steigerung. Wir waren etwas kompakter“, fand HCD-Stürmer Tino Kessler nach der dritten Niederlage in Folge. „Wir müssen uns und unsere neue Identität noch finden. Wir haben neue Charaktere und Leader. Der HCD ist noch in der Findungsphase.“ Coach Josh Holden war der Meinung, dass sein Team in der Final-Reprise gegen Fribourg (1:2 n.P.) mehr verdient gehabt hätte.
Kloten mit Verletzungssorgen
Vor dem Spiel gegen Bern erweiterte sich die Verletztenliste bei Kloten mit Joel Henry und Michael Hügli auf neun Namen. Damit nicht genug: Im Spiel verletzte sich auch noch Verteidiger Leandro Hausheer (vermutlich Schulter) ohne gegnerische Einwirkung. So springen Junioren in die Bresche. Trainersohn Elia Liniger (18) kommt im Powerplay zum Zug, und Verteidiger Laurin Rupli (17) steht fast zehn Minuten auf dem Eis.
Christof von Burg feiert NL-Debüt
Bereits im Dezember 2024 hatte Goalie Christof von Burg (25) einen Vertrag beim SCB unterschrieben. Doch bis am Dienstag musste er auf seine NL-Premiere warten, weil man bei den Bernern im ständigen Krisenmodus letzte Saison nicht den Mut hatte, ihn debütieren zu lassen. Dabei hatte von Burg, der davor vier Jahre in Schweden beim Drittligisten Sundsvall gespielt hatte, seine Qualitäten in der Swiss League bei Winterthur und Thurgau mit bärenstarken Leistungen unter Beweis gestellt. Bei seinem NL-Debüt in Kloten (4:1) gelang ihm ein makelloser Auftritt. „Es ist ein Kindheitstraum, der wahr wurde“, sagte der Aargauer gegenüber Mysports.