Mit «Star Wars: Galactic Racer» ist endlich wieder ein Rennspiel aus dem Star-Wars-Universum erhältlich. Der Test zeigt: Das Spiel bietet atemberaubende Geschwindigkeit und imposante Kulissen, fordert aber Geduld und Nervenstärke. Besonders Fans der Podracer aus «Episode 1» werden enttäuscht.
Ein Rennspiel abseits der Skywalker-Saga
Das Spielprinzip von «Galactic Racer» ist denkbar einfach: möglichst schnell als Erster die Ziellinie überqueren. Um dem Ganzen eine dramaturgische Grundlage zu geben, erhalten die Spieler eine Hintergrundgeschichte, die bewusst simpel gehalten ist. Man schlüpft in die Rolle eines wortkargen Piloten, der im Auftrag eines Gangsterbosses an einem Turnier teilnimmt, um einen Widersacher zu besiegen. Persönliche Motive schwingen mit, doch die grosse Skywalker-Saga wird nicht gestreift.
Drei Fahrzeuge am Rande der Galaxis
Die Handlung spielt nach dem Fall des Imperiums, als die Galaxis noch nach einem neuen Gleichgewicht sucht. Am Rand der Galaxis werden Rennen ausgetragen, an denen verschiedene Spezies und Flugmaschinen teilnehmen. Zur Auswahl stehen ein klassischer Landspeeder, ein Speeder-Bike und die sogenannten Skim-Speeders, eine Mischung aus beiden. Anfangs sind nicht alle drei verfügbar, doch sie lassen sich ähnlich steuern: Gas geben, Turbo zünden, Hindernissen ausweichen, Gegner rammen und stets auf die Überhitzung des Fahrzeugs achten. Die Boliden können optisch und technisch aufgerüstet werden, was im späteren Verlauf gegen starke Gegner unerlässlich ist. Die verdienten Credits sollten daher weise investiert werden.
Visuell und akustisch beeindruckend
Die Rennen führen über bekannte Planeten wie Jakku, Ando Prime oder Crait, die detailgetreu umgesetzt wurden. Die audiovisuelle Gestaltung ist beeindruckend: wunderschöne Sanddünen, dschungelartiges Gelände und verkrustete Salzwüsten wechseln sich ab. Vertraute Soundeffekte und die Musik erzeugen Gänsehaut, etwa wenn man durch einen ausgehöhlten Sternzerstörer fliegt. Allerdings sind die Strecken überschaubar, und ein paar zusätzliche Welten hätten dem Spiel gutgetan.
Steile Lernkurve und harte Strafen
Der Einstieg in «Galactic Racer» ist schwierig und verlangt hohe Konzentration. Die Lernkurve ist steil, und wer einmal ausscheidet oder sein Fahrzeug zu Schrott fährt, muss von vorne beginnen. Speicherpunkte gibt es nicht, was motivieren, aber auch frustrieren kann. Viele Strecken sind eng programmiert und erfordern schnelle Reaktionen. Zudem gilt es, Lava, Säurepfützen oder extrem niedrige Temperaturen zu meiden.
Zwei grosse Enttäuschungen
Fans der Podracer aus «Episode 1» werden enttäuscht. Zwar kann man in einer Nebenmission in die Rolle von Sebulba schlüpfen und an Podracer-Rennen teilnehmen, doch das wirkt nur wie ein kleines Goodie. Auch der Verzicht auf einen Splitscreen-Modus ist unverständlich. Ein Rennspiel wie dieses bietet sich geradezu für eine Racing-Party vor dem Bildschirm an. Der Online-Multiplayer kann diesen Mangel nur teilweise kompensieren.
Fazit: Zwischen Euphorie und Frust
Der Einstieg ist hart, die Lernkurve steil, und die Fluchwörter sitzen locker. Wer durchhält, wird mit wunderschönen Kulissen und spannenden Rennen belohnt. Doch die grosse Enttäuschung bleibt: Die im Trailer angekündigten Podrennen gibt es nicht. «Star Wars: Galactic Racer» ist für Playstation 5, Xbox Series X/S und PC erhältlich und ab 12 Jahren freigegeben.
