Apple erobert die Schweiz: iPhone-Dominanz erreicht neuen Höchststand
Eine aktuelle Comparis-Studie offenbart die klare Vormachtstellung des amerikanischen Technologiekonzerns Apple auf dem Schweizer Smartphone-Markt. Mit einem Marktanteil von 49,3 Prozent hat das iPhone inzwischen fast die Hälfte aller erwachsenen Schweizer erobert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 44,8 Prozent im Jahr 2020.
Samsung behauptet zweiten Platz im Android-Segment
Der südkoreanische Hersteller Samsung verteidigt seine Position als stärkster Android-Anbieter mit einem Marktanteil von 37,2 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die Zweiteilung des Schweizer Marktes zwischen dem amerikanischen iOS-System und dem Google-basierten Android-Betriebssystem.
Preisanstieg beim iPhone-Einstiegsmodell beunruhigt
Die Preisentwicklung bei Apple-Geräten gibt Anlass zur Sorge für preisbewusste Konsumenten. Kostete das iPhone SE (2. Generation) mit 64 Gigabyte Speicher im Jahr 2020 noch 450 Franken, verlangt Apple für das aktuelle iPhone 17e mit 256 GB bereits 600 Franken – eine Steigerung von 33 Prozent in sechs Jahren.
Diese kontinuierliche Verteuerung zwingt viele Schweizer dazu, ihre Geräte länger zu nutzen. Gemäss der Studie besitzen fast 16 Prozent der Befragten ihr Hauptgerät seit vier Jahren oder länger – der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre.
Regionale Unterschiede bei der Nutzungsdauer
Bemerkenswerte Unterschiede zeigen sich zwischen den Sprachregionen: In der Romandie nutzen über 76 Prozent der Befragten ihre Smartphones länger aufgrund gestiegener Preise. In der italienischsprachigen Schweiz liegt dieser Wert sogar bei fast 80 Prozent, während in der Deutschschweiz nur 60 Prozent angeben, ihr Handy länger zu verwenden.
Diese Zahlen spiegeln nicht nur regionale Einkommensunterschiede wider, sondern auch unterschiedliche Konsumgewohnheiten innerhalb der Schweiz.
Umweltaspekt gewinnt an Bedeutung
Die längere Nutzungsdauer hat positive Auswirkungen auf die Umwelt. Etwa 80 Prozent der CO₂-Emissionen eines Smartphones entstehen während der Herstellung und des Transports. Wer sein Gerät vier statt zwei Jahre nutzt, halbiert rechnerisch die jährlichen produktionsbedingten Emissionen und reduziert den Bedarf an seltenen Erden.
Ausgabebereitschaft steigt trotz Preiskritik
Paradoxerweise zeigen sich Schweizer Konsumenten bereit, mehr Geld für ihr nächstes Smartphone auszugeben. Der Durchschnittsbetrag stieg von 517 Franken (2020) auf 574 Franken (2025). Männer planen mit 615 Franken deutlich höhere Ausgaben als Frauen mit 534 Franken.
Jüngere Personen zwischen 18 und 35 Jahren beabsichtigen sogar, 628 Franken auszugeben – erheblich mehr als die über 56-Jährigen mit 529 Franken.
Markentreue bleibt hoch
Die Studie bestätigt eine hohe Plattformtreue: 90 Prozent der Apple-Nutzer möchten bei ihrer nächsten Anschaffung wieder ein iPhone kaufen. Nur 3,2 Prozent der Android-Nutzer erwägen einen Wechsel zu Apple. Diese Loyalität stärkt Apples Position auf dem Schweizer Markt nachhaltig.
Fazit: Amerikanische Technologiedominanz in der Schweiz
Die Comparis-Studie verdeutlicht die zunehmende Abhängigkeit der Schweizer von amerikanischer Technologie. Apples Erfolg basiert auf einem geschlossenen Ökosystem, das Nutzer langfristig bindet. Für die Schweizer Souveränität im digitalen Bereich stellt diese Entwicklung eine Herausforderung dar, die politische Aufmerksamkeit verdient.
Die Erhebung wurde im Dezember 2025 vom Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt und umfasste 2091 Personen aus allen Schweizer Regionen.