Churchills geheimer Halt bei Bern: Ein Besuch, der Spuren hinterliess
Am 16. September 1946 hielt der Rote Doppelpfeil mit Winston Churchill an Bord auf offener Strecke beim Gurtenbühl, zwischen Bern-Weissenbühl und Wabern. Der Zug war in einer Rekordfahrt von Pregny bei Genf zum Güterbahnhof Bern-Weyermannshaus gelangt und dort auf die Gürbetalbahn umgeleitet worden. Die internen Weisungen der SBB liessen keinen Zweifel an der Bedeutung dieser Extrafahrt: Für den Zug 9051 musste unter allen Umständen eine ungehinderte Durchfahrt gewährleistet sein. Im Abschlussbericht von 1947 wurde zudem festgehalten, dass auf Anweisung der Generaldirektion auf eine Billett-Kontrolle verzichtet worden war.
Vom Doppelpfeil auf den Vierspänner
Nach knapp sechs Kilometern Fahrt ohne Zwischenhalt stiegen Churchill und seine Entourage aus und legten den letzten Teil der Reise zum Landgut Lohn in Kehrsatz mit Kutschen zurück. Das Gut diente dem Bundesrat als Gästehaus, und der ehemalige britische Premier, der sein Amt im Juli 1945 an Clement Attlee abgegeben hatte, war der erste prominente Gast auf dem Lohn. Die Eidgenossenschaft hatte das Anwesen 1942 von privater Seite geschenkt erhalten.
Die provisorische Haltestelle erhielt rasch den Übernamen „Churchills Station